Biomechanik - Muskulatur
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Die Stellung der Hufe muss zum Fesselstand passen und der Schwerpunkt sollte mitten auf den Huf treffen. Zielgenauer gesagt: der Hebel vor und hinter dem Schwerpunkt müssen gleich lang sein.
Beide Hufaufnahmen zeigen, dass die Achse nicht korrekt im Winkel steht.
Gelenkfehlstellungen und unterschiedliche Hufabnutzung ist die Folge.
Folgereaktionen können sich auch im gesamten Thorax auswirken,
d.h. Lahmheit und weitere unspezifische Kettenreaktionen.
Mangelnde reiterliche Fähigkeiten und Erfahrungen:
zunächst wird die Menschheit mit der Erkenntnis leben müssen, dass all die auf dem Markt angebotenen Schnellverfahren für die Pferdeausbildung nicht funktionieren können. Ebenso gilt dies auch in der Hundeausbildung. Sorgsam sollte sich eine Ausbildung des Tieres wohl überlegt und fachmännisch mit Verstand und Geist erfolgen.
Nicht passende Sättel :
der Sattel ist ein Kommunikationsmittel, nicht nur eine Sitzgelegenheit zu Pferde. Der Sattel ist das wichtigste Mittel für Reiter und Pferd, Wille und Absichten dem anderen mitzuteilen. Eine reibungslose Kommunikation ist nur möglich, wenn die physikalischen Verhältnisse stimmen und eine direkte, präzise Kommunikation zulassen. Der Sattel muss uns ermöglichen, unser Gewicht bewusst einzusetzen, Schwierigkeiten im Ansatz zu erkennen und zu bekämpfen und Informationen, die uns unser Pferd vermitteln will, direkt zu erkennen und zu verarbeiten.
Fazit
Der heutige enorme Leistungsdruck, der z.B. auf Sportpferde oder auch Freizeitpferde lastet, sind seit langem bekannte und die häufigsten Ursachen der verschiedensten Lahmheit und Erkrankungen. Die Pferde nähern sich unweigerlich an die physiologischen Grenzen der Belastbarkeit ihres Bewegungsapparates. Solche Grenzüberschreitung führt zur Entstehung von Schäden im Bewegungsapparat, die Folgen haben.
Zwischen Tierärzten und Bewegungstherapeuten sollte der Dialog genauso reichhaltig und wirkungsvoll sein, wie es heutzutage bereits zwischen den verschiedenen Fachgebieten der Humanmedizin ist !
Muskulatur
Muskeln leisten die mechanische Arbeit für eine Bewegung. Die Befestigung geschieht nicht nur durch das Muskelgewebe selbst, sondern durch die Sehnen des Muskels, die in und an den Knochen wachsen. Die Sehne besteht aus straffen, weißem Bindegewebe. Die Versorgung des Muskelgewebes erfolgt über ein umfangreiches und kompliziertes arterielles Blutgefäßsystem und über ein entsprechendes venöses Blutabflußsystem. Die Innervation erfolgt durch motorische, sensible und vasomotorische Nerven, dies entspricht der Nervenversorgung. Muskeln besitzen eine strukturelle und funktionelle Beziehung zu synovialen Einrichtungen, d. h. mit Sehnenscheiden, Schleimbeutel und Faszien.
Was geschieht bei einer Muskeldehnung?
Die Muskeldehnung ist eine passive Übung, die dazu dient, die Dehnungsfähigkeit der Muskeln, Sehnen und Bänder des Köpers zu verbessern. Muskeln arbeiten in der Regel nicht einzeln, sondern meist als Gruppe und haben zumindest einen oder mehrere Gegenspieler.
Beispiel zur Erklärung : soll sich die Schulter nach vorne bewegen, so müssen sich mehrere dafür benötigte Muskeln anspannen und gleichzeitig ihre Gegenspieler (das sind die, die die Gliedmaße nach hinten bewegen) entspannen, sonst kann diese Bewegung nicht erfolgen.
Jede, noch so kleine Bewegungseinschränkung eines Segments, wird immer Auswirkungen auf die anderen Teile des Bewegungsapparates ausüben.
Schmerzpunkte, die eine Haltungsabweichung, bzw. Schon, - oder Fehlhaltung abzeichnen, können auch ganz andere Ursachen im Bereich des Köpers sein.
Mit der
veterinär Thermografie
ist es möglich, diese Funktionsstörungen, wie Tonusveränderungen, Überlastung und Fehlfunktionen in anderen Segmenten, in einem Gesamtbild zu veranschaulichen.
Aufwölben der gesamten Wirbelsäule
Mobilisierung des KG
Beeinträchtigung und Folge der Muskulatur
Verspannte Muskeln können sich weder physiologisch anspannen, noch von allein entspannen, die Beweglichkeit (ihre Funktion) ist somit eingeschränkt, woraus eine Störung vom gesamten Bewegungsablaufes esultiert. Die Therapie, der Muskeldehnung, konzentriert sich auf die Wiedererlernung natürlich ausbalancierter Körperhaltung und Entspannungstechniken. Entstehen von zusätzlichen Problemen, z.B. der Schulter, wird dies auch von anderen Verkrampfungen begleitet.
Die Effizienz der ausbalancierten Körperhaltung und des Skelettes fördert die ausgewogene Balance und Beweglichkeit der Muskeln im Bereich der Gelenke und erlaubt damit die optimale Körperbewegung. Da die Muskeln im Verbund arbeiten, führt die Einschränkung der Funktionalität eines Muskels notgedrungen auch zu Folgeschäden an anderen Muskeln.
Ein weiterer Nebeneffekt ist die Bildung von Milchsäure und Reizung der Nervenenden der motorischen Nerven. Belastung solcher Myogelosen führt zur Aussendung von Schmerzsignalen an andere Teile des Körpers, was sehr schnell zu nachfolgenden Verspannungen und Bildung von weiterer Myogelosen in anderen Muskeln führt.
Was ist eine Muskelermüdung?
Die Muskelermüdung ist eine der wichtigsten Auslöser der Lahmheit! Diese sollte nicht außer Acht gelassen werden! Anfang ist oftmals der typische Muskelkater. Jeder und weiß, wie schmerzhaft Muskelkater sein kann.
Egal, ob es sich um einen Hund oder ein Pferd handelt.
Es sind schon einige Mengen an Blut nötig, um eine dauernde Aktivität der Muskeln aufrecht erhalten zu können. Das Blut versorgt die Muskeln mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff und entsorgt die Abfallprodukte des Stoffwechsels. Die Menge Blut, die vom Herzen eines Pferdes bewegt wird, kann von ca. 40 Litern im Ruhezustand auf bis zu 250 Litern bei maximaler Belastung ansteigen.
Es wird klar, dass die Fähigkeit des Herzens, Blut und somit Sauerstoff in die Muskeln zu bringen, der größte limitierende Faktor für Höchstleistungen beim Pferd sind. Ein weiterer Faktor, der bei höchster Beanspruchung des Pferdes zu Muskelermüdung führen kann, ist die Produktion beim Stoffwechsel in der Muskelzelle.
Ein Ansteigen der Konzentration der Abfallprodukte des Stoffwechsels in der Muskelzelle kann zu einer geringeren Leistungsfähigkeit führen. Minimale Anzeichen eines Schmerzes oder Lahmheit des Tierkörpers, können auch schon die ersten Anzeichen sein, das der Körper im Ungleichgewicht steht und Folgeproblematiken daraus resultieren können.